Gute Fotos durch Bildgestaltung

Weiter geht’s

Wie ich im ersten Teil schon angemerkt, habe, gibt es viele handwerkliche und erlernbare Fähigkeiten, um ein „gutes Foto“ zu erstellen. Ich unterteile diese Möglichkeiten nochmals in Bildgestaltung der Fotos und Kameratechnik. In diesem Beitrag geht es um die Grundlagen der Bildgestaltung.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal auf etwas mir wichtiges hinweisen. Ich schreibe hier zwar über das „gute Foto“, maße mir aber keinesfalls an, ich könnte gute Fotos erstellen. Zwischen Theorie und Praxis liegt eben viel viel Übung und Können. Ich sehe aber, dass die Anzahl der Fotos die mir gefallen, immer mehr werden. Ich  spreche da aber von vielleicht zwanzig Fotos pro Jahr, mit denen ich sehr zufrieden bin. Einige Beispiele hier in meiner Naturfotogalerie  oder auch in der Stadtgalerie

Bildgestaltung

Jetzt aber Ärmel aufgekrempelt, es geht weiter 🙂
Du hast ein Motiv gefunden, dass Dir gefällt. Dann beantworte Dir als erstes die Frage, was gefällt Dir an diesem Bild/Motiv? In den wenigsten Fällen wird die Antwort lauten „Alles“. Jetzt schau durch die Kamera und beschreibe was Du darauf auf dem Bild noch siehst. Ist es genau das was Dir gefällt oder ist auch noch viel Unwichtiges darauf zu sehen? Dann bist Du vielleicht zu weit weg, also näher ran gehen.

Es gibt noch mehr zu beachten

Wie sieht es mit dem Hintergrund aus. Willst Du, dass dieser genau so sichtbar ist, wie Dein Hauptmotiv? Wenn ja, ok. Wenn nein, was ist, wenn Du mehr von unten fotografierst oder eine andere Position wählst und so den nicht erwünschten Hintergrund entfernst. Natürlich kann man den Hintergrund auch durch technische Mittel, wie eine offene Blende, gezielt unscharf erscheinen lassen, dazu kommen wir aber später. Und wenn „das Bild“ und die Stimmung vor Ort noch so schön empfunden wird, das Foto wird immer nur ein billiger 2-D Abklatsch davon sein. Also lieber weniger Motive mit der Aufnahme erfassen und nur ausgewählte Details. Nicht versuchen alles in einem einzigen Bild festhalten zu wollen. Ausnahmen gibt es dazu natürlich auch. Bei Landschaftsaufnahmen möchte man oft auch soviel wie möglich erfassen.

Blickführung, Raumtiefe und Perspektive

Unsere Augen folgen Linien im Bild immer automatisch. Wenn du also Linien ins Bild setzen kannst wie  Wege, Strassen, Geländer, Mauern, Flüsse, Bäche, Zäune usw. dann nutze sie aus und lasse sie auf das Motiv zulaufen oder öffne damit den Raum.

Mehr Tiefe im Bild erreicht man durch gezieltes Einsetzen von Motiven im Vorder-  und Hintergrund. Dies ist aber nicht immer einfach wenn Vorder- und Hintergrund scharf sein sollen. Mehr dazu daher später.

Warum immer aus der üblichen Perspektive? Ein Hund oder eine Blume auf Augenhöhe dieser, sieht wesentlich interessanter aus, als vom üblichen Standpunkt. Runter auf den Boden oder auf eine Bank. Von da aus hat man auch viel mehr Möglichkeiten die Kamera ruhiger zu halten.

Goldener Schnitt und goldene Spirale

Dass die folgenden „Tipps“ tausendfach genannt werden hat seinen Grund. Sie sind ein wichtiges Mittel zur harmonischen Bildgestaltung und beeinflussen  das Foto mit am meisten. Was aber helfen alle diese Ratschläge, wenn sie nicht bewusst und immer wieder geübt werden? Nichts. Sie müssen in Fleisch und Blut übergehen, solange bis man sich irgendwann einmal auch bewusst gegen die Anwendung dieser Tipps entscheiden kann und auch weiß warum. Also üben üben üben 😉

Eine kleine Entschärfung kann ich aber geben. Durch die heute üblicherweise großen Abmessungen/Auflösungen der Fotos, ist es in vielen Fällen möglich, das Bild hinterher noch zu beschneiden. Ideal ist dabei natürlich, wenn das Bildverarbeitungsprogramm dabei diese Hilfslinien anzeigen kann.

Details zu beiden Gestaltungsmöglichkeiten

Natürlich kann man alle diese Hinweise nicht durch Lesen erlernen. Üben, üben , üben heißt die Devise. Das mit Wichtigste ist es, das Foto schon vor dem Abdrücken im Kopf zu komponieren und die wichtigsten Ratschläge noch einmal durchzugehen bis sie sitzen. Nach und nach kann man dann immer mehr beachten.

Im nächsten Teil geht es um die wichtigsten Kameraeinstellungen, die die technische Bildqualität maßgeblich beeinflussen.

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