Nach dem Irrweg: Hier meine drei Kameras

Nach jahrelangem suchen, kaufen, verkaufen usw. habe ich die für mich und meine Einsatzzwecke optimalen drei Kameras gefunden. Sie erfüllen alle meine Wünsche und Anforderungen.
Siehe dazu auch meinen Irrweg hier  

Die Olympus  OM-D E-M5 Mark II

Warum diese relativ unbekannte Kamera und auch noch mit so einer niedrigen Megapixelanzahl von nur 16 MP ?  Nun, sie besitzt außer der hervorragenden Bildqualität mehrere Spezialfunktionen und Eigenschaften, die optimal zu meinen Anforderungen passen und so in nur ganz wenigen Kameras zu finden sind. Es handelt sich nicht nur aber hauptsächlich um die Funktionen „Fokusbracketing“ und „hochauflösende Fotos“, die ich jetzt näher beschreibe.
Erklärung Fokusbracketing
Dies ist vor allen Dingen, aber nicht nur, ideal für die Makrofotografie geeignet. Die Kamera erstellt dabei automatisch bis zu 999 Fotos mit verschiedenen Schärfebereichen und dabei einstellbarer „Fokusschrittlänge“. Hier ein detaillierter Beitrag anhand der Erstellung eines Makrofotos, in dem ich das Fokusbracketing und Fokusstacking genau erkläre.

Hochauflösende Fotos
Dabei erstellt die Kamera 8 Aufnahmen, indem sie die Funktionalität des Bildstabilisator nutzt und während dieser Aufnahmen den Sensor jeweils um unglaubliche 0,0001 mm in 8 Richtungen bewegt und ein Bild erstellt. Bei normalen Aufnahmen und Kameras wird die Farbinformation eines Pixels im Foto immer nur von einem der drei Farbfilter für Rot, Grün oder Blau erfasst. Die Farbanteile der beiden anderen Kanäle werden nur »geschätzt«. Im Gegensatz dazu, wird durch die Sensorverschiebung im HiRes-Modus jeder Motivpunkt nacheinander mit allen Farbfiltern des Sensors erfasst. So muss keine Farbinformation mehr »geraten« werden. Danach rechnet die Kamera die Bilder zu einem Foto zusammen. Das Ergebnis ist eine umwerfend brilliante, hochauflösende Aufnahme in RAW oder JPG, die mindestens gleich oder besser ist, als die der aktuell  besten DSLR Kameras mit 10-fachem Preis. Kameras, die mit dem gleichen Verfahren arbeiten, sind die Mittelformat Hasselblad Kameras. Kostenpunkt ca. 40.000,- €, je nachdem, was man dazu alles braucht.
Hier ein erstes wenn auch kein gelungenes Beispiel einer einfachen Landschafts- und Innenaufnahme und jeweils ein Ausschnitt daraus. Hier ist schön zu sehen, zu was die Olympus zu leisten im Stande ist. Selbst bei den einzelnen Blättern sind bei diesem kleinen Ausschnitt  (1/100 der Fläche des Bildes) noch verschiedene Schattierungen und Farben im mm Bereich zu sehen. Das Rauschverhalten ist dabei nochmals stark verbessert. Schaue Dir dazu auch den Ausschnitt der dunklen Bereiche der Innenaufnahme an. Dies ist einfach verblüffend und für eine 16 Megapixelkamera normalerweise undenkbar.

Olympus OM-D-E-M5 Mark II
Das Originalfoto hat eine Größe von 9216 Pixel
Olympus OM-D-E-M5 Mark II
Ausschnitt 921 Pixel

Einfache Innenaufnahme

Olympus OM-D-E-M5 Mark II
high resolution
Olympus OM-D-E-M5 Mark II
Ausschnitt high resolution (Fotos oben 2x vergößerbar)

Eine wesentlich gelungenere hochauflösende Aufnahme folgt in Kürze.

Die hochauflösenden Aufnahmen funktionieren zwar nur mit völlig unbewegten Motiven, also mit Stativ, max. Blende 8 und eignet sich so hervorragend für Produkt- , Architektur-, windstille Landschafts- und Makrofotografie. Genau was ich hauptsächlich fotografiere. Ein so erzeugtes 64 Megapixel-RAW Foto hat eine Auflösung von 9216 x 6912 Pixel und eine Dateigröße von 100 MB. Dabei ist aber nicht die Größe das interessante, denn wer braucht schon so großformatige Fotos, sondern die Anzahl der Details und Farben selbst bei kleinsten Strukturen und ein nochmals verbessertes Rauschverhalten. Ein gutes Objektiv, hier meine, macht sich hier ebenfalls nochmals bemerkbar. Eine Vorstellung  dieser Funktion ist  hier auch in diesem Youtube-Video von Northrup zu sehen.
Ich habe das Video schon mal vorgespult auf die richtige Stelle bei 47:22 Min.

Natürlich können außer diesen Spezialanwendungen auch völlig normale Fotos in bester Qualität erstellt werden. Die Möglichkeiten, die Kamera zu individualisieren sind dabei extrem vielfältig. Das Durcharbeiten durch alle Menüs und Funktionen dauert das erste Mal Stunden. Für jemanden, der nur eine Kamera will, die er einschaltet und dann nur „knipst“, ist sie nicht geeignet bzw. werden dann nur 10 oder 20% des Potentials genutzt. Die Kamera kann nach der Individualisierung exakt so bedient werden wie man es sich wünscht. Jedes einzelne Bedienelement an der Kamera kann für den gewünschten Ablauf zur Erstellung eines Fotos individualisiert werden. Ebenso hat man Zugriff auf wirklich sehr viele nützliche Funktionen und zu guter Letzt kann man die für die verschiedenen Einsatzzwecke optimierten Einstellungen in vier Setups abspeichern und auch auf dem PC sichern.

Nun zu meiner zweiten Kamera, die für mich sinnvolle Ergänzung  für meine Olympuskamera. Sie ist meine Wander- und Reisekamera und deckt den noch fehlenden Rest meines Fotobereiches ab.

Die Sony RX-10 III >> NEU ab sofort ist es der Nachfolger IV mein Beitrag dazu hier 

Reisekamera Sony RX 10 III
Sony RX 10 III

Dies können natürlich laut Prospekt auch hundert andere sogenannte Bridge Kameras, denn zu dieser Kategorie wird diese Art von Kameras mit festverbauten Objektiv gezählt. Aber meistens eben nur auf dem Papier. Die RX-10 III hingegen liefert eine technische Bildqualität, die sich in vielen für mich relevanten Situationen von vielen Vollformat DSLR nicht verstecken muss und deckt dabei mit dem fest verbauten und hervorragendem Zeiss-Objektiv den riesigen Bereich von 24 bis 600 mm ab.  Der gravierende Unterschied zu den vielen auf dem Markt verfügbaren Bridgekameras ist jedoch eindeutig die technische Fotoqualität. Ich habe diese Kamera unter anderem im direkten Vergleich getestet mit einer Sony A6300 und einem 50mm Objektiv. Ich war mir sicher, daß sich bei dieser Kombination auf alle Fälle die A6300 qualitativ weit von der RX-10 III absetzen kann. Aber weit gefehlt. Selbst bei einer Vergrößerung von 100% muß man die Unterschiede suchen, so geringfügig sind sie. Von Nahbereichsaufnahmen bis 600 mm Telezoom sind die Fotos ausnahmslos hervorragend. Natürlich habe ich beim Test die beiden Kameras auf die gleichen Werte hinsichtlich Blende und ISO eingestellt.

Hier zwei Beispielfotos, die auch den enormen Brennweitenbereich dokumentieren. Eines aufgenommen mit 600 mm Brennweite und eines im Nahbereich. Ich habe das Foto des Stars auf Postergröße ausdrucken lassen und es sieht immer noch bestens aus.

Sony RX-10 III 600 mm Brennweite
600 mm Brennweite
Sony RX-10 III Nahbereichsfoto
Nahbereich: Motiv fast an der Linse

Was mich, wie im obigen Bild zu sehen ist, immer wieder verblüfft ist, daß das Objektiv so gut wie keine störenden chromatischen Abberationen mit sich bringt. Dies sind in einem Satz gesagt lila, blaue oder grüne Farbsäume um die Ränder und diese treten meist bei hohen Kontrastunterschieden auf. Nicht zu 100% geeignet ist die Kamera für schnelle Sportaufnahmen, denn ab einer größeren Brennweite braucht die Scharfstellung schon einige Zeit und trifft auch nicht immer gleich und für extrem Makro-Aufnahmen ist das Objektiv und Sensor auch eher ungeeignet. Dafür habe ich ja die Olympus. Ich verschweige auch nicht einen nicht unerheblichen Punkt. Der Preis, das Gewicht und die Abmessungen sind nicht ohne. Bei Einsatz auf Wanderungen und als Reisekamera hat man dafür die komplette Fotoausrüstung in einer einzigen Kamera vereint und dafür hält sich das Gewicht in einem für mich noch akzeptablen Rahmen.

An dieser Stelle ein Tipp von mir. Für Hobbyfotografen, die generell immer eine kleine Kamera dabei haben möchten und auch auf Qualität nicht verzichten wollen, kann ich die Sony RX 100 III nur wärmstens empfehlen.

RX100iii

Das Preis-Leistungsverhältnis ist hier auch meines Erachtens das Beste. Ich habe im Rahmens meines langen Kamerafindungsweges auch fast die gesamte RX100 Reihe verwendet und wenn ich meine jetzigen Kameras nicht hätte, wäre die RX 100 III auf alle Fälle wieder mit dabei. Hier zwei Aufnahmen dieser Kamera.

Sony RX100
Handaufnahme mit RX-100 III,  BMW Z8 aufgenommen im BMW Museum in München
Handaufnahme
RX100

Zu guter Letzt die Vorstellung meiner dritten Kamera.

Samsung Galaxie S6

Eine Handykamera? hmhmhm denken wohl jetzt viele, das wird was sein, das soll eine Kamera sein. Halt halt halt, so einfach ist das nicht. Mit dem S6, das sogar relativ billig zu haben ist, sowie leichter digitaler Nacharbeit, sind hervorragende Fotos zu erstellen und diese Kamera habe ich definitiv immer dabei. Hier ein extra „schwieriges“ Foto, da unter für ein Handy extrem ungünstigen low light Bedingungen erstellt. Was gibt es daran auszusetzen? Mir reicht diese Qualität auf alle Fälle aus.

Galaxie S6 low light
Handy Galaxie S6 low light Foto ohne nachträgliche Beseitigung des Rauschens

Ich habe das S6 daher als „immerdabei“ Kamera gekauft, denn meine Telefonate halten sich mit ca. 3-5 Gesprächen pro Monat in einem sehr überschaubaren Rahmen und dazu würde ich das S6 nicht brauchen. Da würde mir auch ein Nokia-Knochen reichen. Die gibt es übrigens jetzt wieder als Neuauflage fast geschenkt, ich bin echt am überlegen……., nein war Spaß , was soll ich denn mit noch einem Handy, das ich nicht zum Telefonieren nutze.
Zusammenfassung
Diese drei Kameras decken alle für mich relevanten Wünsche und Anforderungen voll ab. Es gibt nichts, was mir fehlen würde und ich kann mich jetzt voll auf Motiv und Bildgestaltung und das allgemeine Verbessern meines Könnens konzentrieren. Darin liegt zweifelsohne das größte Potential. Und falls dies, was sehr unwahrscheinlich ist, noch nicht bemerkt wurde, die gesamte Internetseite, basiert genau auf diesem Blog – „Ein Rentner und drei Kameras

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