Eine Heuschrecke zu Besuch

Wir hatten heute einen ganz besonderen Besuch auf unserer Terrasse. Eine große ausgewachsene Heuschrecke. Ich entdeckte sie am Morgen in einer unserer Sträucher. Da sie offensichtlich noch nicht fit war und keinerlei Regung zeigte, ein ideales Fotoobjekt. Zuerst habe ich sie mit der Sony, meiner Allzweckwaffe frei Hand abgelichtet, um wenigstens schon mal ein Foto zu haben, falls sie sich doch noch aus dem Staub macht. Die Einstellungen waren  1/160 Sek. Blende 3,5 ISO 64 und Brennweite ca. 30 mm. Letzteres kann man beim Teleobjektiv nie so genau sagen, bzw. stimmen die Angaben in den Exifdaten nicht so genau. Hier das Ergebnis und dafür, daß kein Makroobjektiv verwendet wurde, schon gar nicht so schlecht.

 

Heuschrecke
Heuschrecke 1/160 Sek. Blende 3,5 ISO 64 und Brennweite ca. 30 mm.

Da das Tier keinerlei Anzeichen machte in nächster Zeit irgend etwas zu unternehmen, holte ich meine Olympus mit dem Makroobjektiv und einem Stativ. Da sollte das Ganze doch noch etwas größer und schärfer werden. Ich erstellte im Fokusbracketing Verfahren (hier die Erklärung) jeweils 10 Aufnahmen. Dies baute ich dann in Helicon Focus, dass ich jetzt seit neuesten auch benutze, zu einem Foto zusammen. Herausgekommen sind diese beiden Fotos.

Heuschrecke 
Heuschrecke F/8 1/40 Sek. ISO 200 60mm (120mm)

 

Heuschrecke 
Heuschrecke  F/8 1/100 Sek. ISO 200

Nachdem die Heuschrecke immer noch wie starr vor (Heu)Schreck dasaß, versuchte ich nun mein Objektiv direkt vor ihren Kopf zu platzieren. Da es sich um ein 60mm (resp. 120mm) Maroobjektiv handelte, mußte ich nicht so nahe ran und blieb offensichtlich über der Fluchtdistanz. Dies wunderte mich schon, denn ich mußte dazu einige Blätter und kleinere Zweige weg biegen. Super. Jetzt stellte ich 30 Fokusschritte, also 30 Aufnahmen ein und los ging es.

Hier das Ergebnis der jetzt klassischen Makroaufnahme.

Heuschrecke
Heuschrecke F/6.3 ISO 200 1/120 Sek.

Jetzt sieht man auch, warum die Heuschrecke noch träge war. Es befinden sich noch Tautropfen auf ihr, das heißt ihr war noch ziemlich kalt. Sie blieb dann noch ca. 30 Minuten sitzen, bevor sie plötzlich ansatzlos in die Luft schwirrte und weg war sie.

Share Post :

0 Kommentar

  • Rolf
    10. August 2017 at 16:10 

    Das ist ja super dass die so lange still gehalten hat. Stimmt den die Uhrzeit in der Sony? 13:48 lt. EXIF.
    Bracketing ist schon was tolles und das Olympus das in die Kamera eingebaut hat ohnehin. Klasse Ergebnisse jedenfalls.
    Viele Grüße
    Rolf

  • Johann
    10. August 2017 at 17:32 

    Hallo Rolf,
    Nein die Uhrzeit in der Sony war ein ganze Woche lang falsch. Mein Fehler und nicht bemerkt.
    Das Bracketing ist echt ein super Feature, dass ich nicht mehr missen möchte 🙂
    Grüße
    Johann

Schreibe einen Kommentar