Equipment und der Irrweg

So gings los

Im Jahr 2010 habe ich  mich erstmals und intensiver mit dem Thema Fotografie beschäftigt. Ich fotografierte, nein eigentlich knipste ich nur,  schon früher in der Analogzeit. Damals war ich aber schon froh, wenn ich ein scharfes Foto schaffte, mehr nicht. Dann dauerte es  ca. 40.000 Fotos und sechs Jahre des Ausprobierens und Suchens. Erst dann wusste ich wie die Art Bilder enstehen, wie ich sie möchte. Welches Equipment ich dazu wirklich benötige war noch ein anderes Thema. Eigentlich noch wichtiger, was ist und wie entsteht ein gutes Foto war  noch lange nicht im Fokus.

Der Irrweg und das Equipment

Angefangen hat alles mit einer Canon 500D. Dann folgten weitere neun Canon Kameras bis hin zur Vollformatkamera 6D mit mehreren Profiobjektiven und sehr umfangreichem Zubehör.

Equipment
Beispiel Equipment 1

Das Ergebnis: Bei jeder Reise oder Fotosession schleppte ich einen halben Koffer Equipment mit mir herum und oft hatte ich natürlich genau DAS richtige Objektiv gerade nicht dabei.

Aber irren ist menschlich und nach weiteren zehn Kameras von Sony und  Nikon hatte ich endlich das überhaupt Wichtigste zum Thema Fotografie gelernt nämlich:
Nicht die Kamera und das Equipment macht das gute Foto, sondern der Fotograf. Ich maße mir aber nicht an gut fotografieren zu können.

Also machte ich einen radikalen Schnitt. Ich verkaufte alle noch vorhandenen Kameras, Objektive und einen sehr großen Teil des Zubehörs. Dann begann ich mit einem Downgrade. Der neue Anfang begann mit einer „noch“ Vollformat Sony S7 II und  einer Alpha 6300 mit mehreren Objektiven. Diese konnte ich aber immerhin schon zum Teil an beiden Kameras nutzen. Alles schon wesentlich handlicher, leichter und transportabler, aber immer noch zu viele Objektive. Die Qualität der Fotos war aber immer noch die gleiche, hmhmhm.

Durch das weitere Konzentrieren auf das Wesentliche, also auf das Fotografieren selbst, war selbst dieses Downgrade nicht genug. So hielt ich Ausschau nach weiteren Alternativen. ;eine Ausrüstung sollte hauptsächlich Produkt-, Technik-, Architektur-, Landschafts- und Makrofotografie abdeckten, ohne aber die technische Fotoqualität zu vernachlässigen.

Angekommen

Nach nun sieben Jahren habe ich endlich die drei Kameras gefunden, die alle meine Bedürfnisse erfüllen.  Hier habe ich das ausführliche Ergebnis beschrieben. Bis auf weiteres kann ich mich jetzt voll auf die Verbesserung der echten Fotografie widmen und „muss“ mich nicht mehr um die Technik kümmern.

Der Irrweg dokumentiert in Zahlen. Im Programm Lightroom kann man sehr schön eine Art Statistik über die verwendeten Kameras und Objektive sehen. Das beschämende Ergebnis meiner jahrelangen Irrfahrt daher in Zahlen:
Verschiedene Kameras:  24  +  6 verschiedene iPhones,  Objektive:  39

Equipment
Beispiel Equipment 2

Heute kann ich darüber nur noch lachen und ich bin froh, den Absprung von dieser unsinnigen Technikgläubigkeit geschafft zu haben. Jetzt kann ich mich auf das Eigentliche konzentrieren. Das Verbessern meiner Fotografie und ich weiss, daß noch ein langer aber lohnenswerter Weg vor mir liegt.

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5 Kommentare

  • Helmut Achatz
    8. Juli 2017 at 10:57 http://a%20rel='nofollow'%20class='comment-reply-link'%20href='#comment-52'%20onclick='return%20addComment.moveForm(%20comment-52,%2052,%20respond,%2098%20)'%20aria-label='Antworte%20auf%20Helmut%20Achatz'%20-%20Reply/a

    Schön, dass ich auf diese Seite aufmerksam geworden bin. Die Seite kommt natürlich in meine Linksammlung bei http://vorunruhestand.de

    Ich bin ja mittlerweile nicht mehr Razubi, sondern richtiger Rentner.

    sommerliche Grüße aus Olching
    Helmut Achatz

  • Stefan Majewski
    20. Oktober 2017 at 14:14 http://a%20rel='nofollow'%20class='comment-reply-link'%20href='#comment-152'%20onclick='return%20addComment.moveForm(%20comment-152,%20152,%20respond,%2098%20)'%20aria-label='Antworte%20auf%20Stefan%20Majewski'%20-%20Reply/a

    Hallo,

    ich fotografiere etwa seit einem Jahr, angefangen habe ich mit einer kleinen Digitalkamera, eine Olympus E-410. Im Moment bin ich auf Canon umgestiegen.

    Natürlich könnte man jetzt eine ewige Diskussion starten, aber im Endeffekt ist gerade der Satz: „Nicht die Kamera und das Equipment macht das gute Foto, sondern der Fotograf“ die passende Zusammenfassung.

    Natürlich habe auch ich nicht nur das Standard Kit-Objektiv, sondern inzwischen auch ein 50mm Festbrennweite, sowie ein Sigma 18 – 200 mm für den täglichen Einsatz, um das breite Spektrum abzudecken, aber aktuell benötige ich nicht viel mehr Technik, um mit meinem Hobby zufrieden zu sei und ansprechende Bilder zu machen.

    herbstliche Grüße aus Olching,
    Stefan

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