Konkurrenzlos hochauflösende Aufnahme

Heute war endlich ein windstiller Abend. Es ist 20:41 Uhr. Die letzten Sonnenstrahlen scheinen auf die Bäume vor der Terrasse. Da will ich doch endlich einmal eine hochauflösende Aufnahme bei einem Naturfoto versuchen. Also die Kamera auf das Stativ geschoben und in Position gebracht. Dann habe ich noch einmal genauestens beobachtet, ob sich auch wirklich kein Blatt rührt. Dies ist Voraussetzung dieser Aufnahmeart. Hier habe in einem meiner ersten und grundlegenden Blogs auch die Funktion der hochauflösenden Fotos genau beschrieben.  Ich erstellte damals schon eine dieser Aufnahmen, aber so ganz gelungen waren diese noch nicht, wie man jetzt sieht.

SETUP

Jetzt aber passt alles, das Licht, der fehlende Wind und die notwendigen Details in Form von ca. 30.000 Blättern nach meiner Berechnung. Kann gerne jemand nachzählen, da ich das Originalfoto unten mit verlinke 😉 Die Einstellungen der Kamera waren:
Brennweite 40mm, umgerechnet auf Kleinbild 80 mm. Iso 200, Blende 8 und 1/20 Sekunde. Alles fertig, noch eine Vorlaufzeit von 2 Sek. zur Beruhigung von Stativ und Kamera eingestellt und Aufnahme.

Im Foto habe ich dann mit Photoshop zwei Bereiche (rot markiert) herausgeschnitten und näher betrachtet. Hier das Gesamtfoto auf 1920 Pixel verkleinert, mit den roten Ausschnittmarkierungen. Diese entsprechen jeweils genau 1/100 der Gesamtfläche des Fotos. Das original Foto hat eine Auflösung von 9216 x 6912.

hochauflösende Aufnahme 1920 Pix

Der rote Ausschnitt links oben. Wie man sieht, sind selbst bei diesem kleinen Ausschnitt noch feinste Details und Farbnuancen im Millimeter-Bereich erkennbar.

hochauflösende Aufnahme hell
Hochauflösende Aufnahme hell 1/100 Fläche

Zum Vergleich, der gleiche Ausschnitt mit einer normalen, nicht hochauflösende Aufnahme, die bei dieser Aufnahmeart immer automatisch mit erstellt wird. Das Foto wurde auf die gleiche Größe von 921 Pixel hoch skaliert. Welch ein Unterschied!

normale Aufnahme
normale Aufnahme

Jetzt der zweite rote Ausschnitt rechts unten im schwierigen dunklen Bereich. Die gleiche Detaillierung und so gut wie kein Rauschen zu erkennen. Ich habe das Rauschen in Lightroom und Photoshop nicht verändert oder verbessert. Die kleinen Halos beim durchscheinenden blauen Himmel haben ihren Ursprung vermutlich in der Sensorverschiebung. Sicher bin ich mir aber nicht.

Ausschnitt dunkler Bereich
Hochauflösende Aufnahme dunkel 1/100 Fläche

Hochauflösende Aufnahme Original

Der Link zum Laden des Originalbildes mit voller Auflösung. Das Öffnen kann ein wenig dauern, da es selbst in JPG Format über 15 MB aufweist. Das RAW Format hatte 102 MB. Ich empfehle den Browser auf Vollbild zu stellen und dann mit (+) auf das 1:1 Bild hinein zu zoomen.

Ich kann mich von dieser Technik begeistern, auch wenn man natürlich jetzt die Frage stellen kann, für was man dies braucht. Auf alle Fälle können damit technisch hoch detaillierte Fotos erstellt werden, für die man normalerweise eine Mittelformatkamera  zum Preis eines Autos benötigt. Ich persönlich habe einfach nur Spaß daran 🙂 Da ich es in diesem Blog noch nicht erwähnt habe, noch vollständigkeitshalber. Erstellt wurden die Fotos mit einer normalen nur 16 Megapixel Olympuskamera E‑M5 Mark II für unter 1000€. Ich liebe diese Kamera.

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