Wie erstelle ich ein gutes Foto?

Was ist ein gutes Foto? Teil 1

Es existieren zigtausende Foren, Youtube Videos, Bücher, DVDs und und und mit dem Thema „wie erstelle ich ein gutes Foto“. Auch wenn man hunderte Stunden damit verbrächte, wird man trotzdem keine guten Fotos erstellen. Geschweige denn eine allgemeingültige  Antwort darauf geben zu können. Der Grund, „DAS gute Foto“ gibt es nicht. Was?? Ja, es gibt lediglich Fotos die vielen Menschen gefallen und Fotos die wenigen gefallen. Punkt! Also wäre erst einmal wichtig, ehrlich zu klären, für wen und zu welchen Zweck wir ein Foto erstellen wollen.

1.weil wir einen Fotowettbewerb gewinnen möchten?
2.weil wir in irgend einer Community damit glänzen wollen?
3.weil wir einfach nur Spaß am Fotografieren und Bildbearbeitung haben?
4.weil wir etwas dokumentieren wollen?
5.weil wir etwas produzieren und verkaufen wollen
6… Liste beliebig erweiterbar.

Je nach Antwort müssen die Ratschläge wohl sehr unterschiedlich ausfallen. Ich kann nur zu Punkt 3 etwas schreiben, weil das für mich persönlich das Motiv ist zu fotografieren und zu versuchen, meine Fotos immer weiter zu verbessern. Verbessern in dem Sinn, dass mir meine Fotos besser gefallen als die vorherigen, mehr nicht. Vielleicht bin ich ja da nicht alleine? 😉

Los gehts

Oder doch noch nicht? Es gibt ja noch einen ganz wichtigen Punkt und dieser betrifft das am aller unwichtigsten für ein gutes Foto. Es ist, so unerwartet es sich jetzt vielleicht anhört, die Kamera und das Equipment dazu. Ich kann nur jedem raten, nicht in die von den Herstellern vorangetriebene Technikgläubigkeit zu verfallen und denken, mit besserer Kamera und Equipment werden die Fotos besser. Das ist ein gewaltiger Irrtum, dem ich selbst jahrelang erlegen war, siehe hier. Wenn man Freude und Spaß an der Kameratechnik hat, ist dies eine Sache. Mit „guten“ Fotos hat dies aber erst einmal nichts zu tun. Punkt!

Ich glaube, wie schon im Willkommensblog geschrieben, dass dieses Zitat von Andreas Feininger alles aussagt:

Die Tatsache, dass eine (im konventionellen Sinn) technisch fehlerhafte Fotografie gefühlsmäßig wirksamer sein kann als ein technisch fehlerloses Bild, wird auf jene schockierend wirken, die naiv genug sind zu glauben, dass technische Perfektion den wahren Wert eines Fotos ausmacht

Eingekreist aber noch kein gutes Foto

Damit kommen wir der Sache doch schon näher. Es geht also in den meisten Fällen nicht um die technische Qualität des Fotos, sondern darum, ein Gefühl beim Betrachten zu erzeugen oder zum Nachdenken anzuregen. Dies kann mit Schönheit, Neugier, einer Erinnerung, einer Anregung zum Nachdenken oder auch mit Wünschen zu tun haben. Ein „gutes“ Foto kann auch eine ganze Geschichte erzählen.

Wir sollten uns also vor dem Drücken des Auslösers doch noch ein paar zusätzliche Gedanken machen. Es sind ja auch noch die technischen Einstellungen und die unendlich gestalterischen Möglichkeiten, mit denen wir ein Foto maßgeblich beeinflussen können, vorhanden. Ein Fass ohne Boden? Nein. Es gibt grundlegende Handwerksfähigkeiten und Fotografie ist zweifelsohne auch ein Handwerk, die unserem Wunsch nach einem ausdrucksvollen Bild, eine gute Grundlage anbieten.

Da nach einem Blog-Ratgeber, ein Blog der wöchentlich erscheint, nicht mehr als ungefähr 500 bis 700 Wörter umfassen soll, beherzige ich diesen Ratschlag und beende hier den Beitrag. Schon bald mehr zum handwerklichen und praktischen Teil 2 in der nächsten Fortführung.

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